Gut durchleuchteter Gesundheitsschutz – Amt für Verbraucherschutz Kanton Zug

Das neue Amt für Verbraucherschutz des Kantons Zug ist als dreigeschossiger Baukörper auf einer quadratischen Grundfläche konzipiert. Das Gebäude fügt sich in den heterogenen Kontext des umgebenden Geschäfts- und Industriequartiers ein und schafft klare aussenräumliche Bezüge. Das mit dem Neubau verbundene Ziel der Verwaltung, zwei kantonale Ämter zu vereinen und dadurch Synergien zu nutzen, widerspiegelt sich deutlich erkennbar in der Gebäudekonstruktion.

Das Gebäude ist als kompaktes Atriumgebäude konzipiert. Die Nutzflächen werden umlaufend an den Fassaden angeordnet und verfügen so über eine optimale Belichtung. Gleichzeitig ergibt sich daraus im Inneren eine grosszügige, flexibel nutzbare Halle, welche den zentralen Identifikations- und Kommunikationsraum des Gebäudes bildet.

Die Lichtgestaltung im neuen quaderförmigen Gebäude des Amts für Verbraucherschutz ist geprägt von Linearität und Funktionalität. Das Atrium prägt den Charakter des Objekts und die ansprechende Qualität von Raum- und Lichtgestaltung vermittelt Transparenz. Dies ermöglicht ein offenes und kommunikatives Zusammenarbeiten und ist für die Mitarbeitenden ein Ort für den gegenseitigen Austausch. Zentraler Blickfang im Atrium sind kardanische Gangzonen mit eingebauten filigranen Lichtlinien, welche die Architektur akzentuieren. Die Downlights im Oberlicht setzen Lichtakzente am Boden und schaffen eine lebendige, attraktive Raumatmosphäre.

Über die im Atrium angeordnete Wendeltreppe sind die Büros im Erdgeschoss mit den Labors im 1. Obergeschoss eng miteinander verbunden und bilden eine klar ersichtliche Einheit. Im 2. Obergeschoss wird die Halle durch ein raumhohes Oberlicht abgeschlossen. Darum herum sind zusätzliche Büroflächen für die Verwaltung angeordnet.

An den Büroarbeitsplätzen mit grossen Fensterflächen ist es besonders wichtig, dass Tageslicht, ergänzende Beleuchtung und Lichtstimmung optimal zusammenspielen. In die Decke integrierte Lichtbänder, die an den Fensterachsen ausgerichtet sind, leuchten die Büros funktional aus. Mittels Tageslichtsensoren wird eine konstante Beleuchtungsstärke erreicht. Für die individuelle Beleuchtung der Arbeitsflächen und präzises Sehen sorgen zusätzlich Schreibtischleuchten, die gleichzeitig eine gewisse Intimität in den Büros vermitteln.

Die für das Laborgeschoss entwickelte Lichtstruktur funktioniert als raumbindendes Element zur Organisation der Einrichtung. Abgependelte, in Dreiergruppen angeordnete Lichtlinien definieren hier eine Deckenebene, um die sichtbar geführten haustechnischen Einrichtungen oberhalb der Lichtlinien in den Hintergrund zu rücken. Dadurch kann auf eine abgehängte Decke verzichtet werden. Mit entsprechendem Abstand zu den Möbeln werden Verschattungen durch die Oberschränke vermieden.

Durch den freien Blick durch die verglaste Fassade erhalten die Treppenhäuser einen repräsentativen Charakter. Die Wegführung in den Gangzonen wird durch die Lichtlinien grafisch unterstützt. Unter jedem Treppenlauf montierte LED-Lichtlinien beleuchten die Treppenstufen und sorgen für zusätzliche Sicherheit.

Bauherrschaft

Kanton Zug

Architektur

Markus Schietsch Architekten GmbH, Zürich

Fertigstellung

2017